Freitag, 10. März 2017

Psiram, Ruhrbarone und GWUP enttarnt Teil 2 - Markus Fiedlers neueste Enthüllungen

Markus Fiedlers lang erwarteter zweiter Film "Zensur" ist online! - Ja, wir können es kaum abwarten, zu erfahren, welche neuen Erkenntnisse uns diesmal wohl wieder präsentiert werden *nervös-an-den Fingernägeln-kau*. Ich gehe hier nicht auf die Machtstrukturen innerhalb der Wikipedia ein. Da mag es oder mag es auch nicht Seilschaften, Cliquenbildung etc. geben. Das sollen Leute beurteilen, die sich besser damit auskennen. Mir geht es hier nur um die angeblichen Beziehungen zu anderen Projekten.

Der Film "Zensur" von Markus Fiedler

Was Heiteres zum Einstieg: Das Freisinger Tagblatt hat in einem Artikel den Titel von Fiedlers erstem Film "Die dunkle Seite der Wikipedia" wohl aus Schusseligkeit völlig falsch wiedergegeben als "Gut informiert durch Wikipedia", was natürlich den ganzen Sinn des Films auf den Kopf stellt. Fiedler brezelt sich darüber auf [0:30:50] ;-)

Fiedler entdeckt Psiram

Fiedler hat 3 Zeitungsartikel über eine Ausladung von Daniele Ganser als Redner auf einer Veranstaltung der "Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung" (KAB) verglichen. Er vermutet aufgrund ähnlichen Inhalts eine gemeinsame Quelle. Doch der Wikipedia-Eintrag von Ganser enthält nicht alle wichtigen Inhalte dieser Texte. Googelt man aber nach diesen Punkten, kommt man auf den entsprechenden Psiram-Eintrag zu Ganser, den man damit als gemeinsame Quelle der 3 Zeitungsartikel identifiziert haben will.

Sehr schön im Video ist die Dramahörnchen-Musik im Hintergrund, welche während der Enthüllung gespielt wird [0:33:39]! Wobei mir jetzt nicht klar ist, was daran dramatisch sein soll: Wahrscheinlich hat sich in der Presse schon herumgesprochen, dass bei Verschwörungstheoretikern Psiram eine gute Quelle ist. Der einzige Mensch auf der Welt, dem diese Erkenntnis besonders bemerkenswert oder neu vorkommt, scheint Herr Fiedler selbst zu sein ;-)

Fiedler "entdeckt" einen Zusammenhang zwischen Psiram und der Antifa

Auf der Facebook-Seite der Veranstaltung verlinkt ein User "Antifa e.V. Oberbayern" den Psiram-Artikel zu Ganser, woraus Fiedler auf eine Verbindung zwischen 2 (!) Gruppen der Antifa und Psiram schließt [0:35:26]. Fragt nicht, wie er auf 2 Gruppen kommt, das bleibt im Dunkeln. Aber alleine wegen einer einzigen Verlinkung von einer "offensichtlichen Verbindung" zu reden, ist schlicht lächerlich.

"Erkenntnisse" über die Antifa

Fiedler kann es nicht verstehen, warum sich die Antifa mit Verschwörungstheorien beschäftigt und wittert einen Etikettenschwindel. Von rechten Verschwörungstheorien oder brauner Esoterik hat er wohl noch nie gehört. Weil eine lokale Gruppe der Antifa Daniele Ganser angreift, da dieser die 9/11-Verschwörungstheorie verbreitet, ist es für Fiedler "offensichtlich", dass die Antifa insgesamt durch eine Gruppe unterwandert sei, die im Sinne der US-Amerkanischen Politik handeln würde [0:38:03].

Psiram wird erklärt [0:46:55]

Professor Walach behauptet von sich, Psiram relativ gut zu kennen. Man hofft also auf detaillierte Informationen, leider wird man enttäuscht: Wir erfahren nur das, was eh im Netz kursiert.

Er beschwert sich darüber, dass im Impressum von Psiram ein Anwalt aus Hongkong stünde. - Wie ich gerade feststelle, steht der jetzt nicht mehr drin. Dann ist ja alles in Ordnung ;-)

Im Ernst: Was soll diese ganze Verklagewut? Denn darum geht es ihm doch, wenn er ein "Presserechtlich brauchbares Impressum" wünscht. Hat Herr Walach denn schon einmal konkret benannt, was an seinem Psiram-Eintrag angeblich nicht stimmt? Denn genau an dem Punkt scheint er ins Schwimmen zu kommen:

Widersprüchlich redet er zunächst davon, Psiram-Artikel seien rufschädigend, da sie oft falsch seien [0:50:32], als es aber dann konkret um seinen Psiram-Eintrag geht, soll dann doch faktisch viel stimmen (er hat auch keine falschen Fakten in seinem Psiram-Artikel genannt), die Texte würden aber eine Ehrenrührigkeit "irgendwie" nahelegen und suggerieren, er würde falsche Tatsachen verbreiten [0:54:46].

Es wurde noch einiges mehr zu Psiram berichtet, wozu ich hier nur das erstaunliche Fazit bringe:

Es gebe eine große Verschwörung, bei der die Antifa das Portal Psiram für ihre Zwecke nutze, Psiram wiederum würde Journalisten sowie Tageszeitungen als Ausführungsgehilfen einspannen [1:04:44]. Dadurch würde eine enorme Meinungsmacht in den Händen weniger liegen. Psiram würde bestimmen, was gesagt werden dürfe und was nicht. Gibt es Beweise für diese sensationelle These, die im Film einfach mal als Tatsache hingestellt wird? Leider nein! Dafür ist diese Theorie zumindest unheimlich lustig!

Die große Comicnamen-Verschwörung [1:05:46]

Man stellt fest, dass viele Autoren der Wikipedia und von Psiram als Usernamen Charaktere aus Comics verwenden. Walach erklärt, die Comicnamen seien eine Art Code, an denen sich Mitglieder der Skeptikerszene erkennen würden. Die Skeptiker würden zu einer Gruppe von Leuten zählen, die bestimmte Neigungen hätten, (Anm.: die sie wohl dazu brächten, diese Comics zu lesen), weshalb sich entsprechende Comicnamen als Erkennungszeichen eignen würden (während ich das schreibe, muss ich laut auflachen! Mann, ist der Kerl durch...). Aber es wird noch besser:

Psychologisch müsse man es so sehen: Die Skeptiker würden mit großer Wehemenz Aberglaube und Esoterik bekämpfen, gleichzeitig würden diese solche Themen aber in Wirklichkeit in ihrer eigenen Weltanschauung hofieren. Von daher seien diese Comics so eine Art Abwehrreflex. Das, was die Skeptiker bekämpften, stünde ihnen eigentlich sehr nahe.

Soll wohl heißen: In der Welt der Comics könnten die Skeptiker ihre heimliche Sehnsucht nach Aberglauben und Esoterik ausleben! Endlich mal einer, der uns so richtig versteht (Kopf->Tastatur, Kopf->Tastatur, Kopf->Tastatur)! Kennt eigentlich jemand irgendwelche Comics mit Aberglauben und Esoterik? (Mann, ich muss wieder laut lachen).

Weitere Organisationen

Es wurden noch andere bekannte Größen unserer Ecke ähnlich "wissenschaftlich fundiert" enttarnt:

Was gibt es darüber zu berichten? Das ehemalige Gründungsmitglied der GWUP Edgar Wunder kommt als Kritiker der Skeptiker zu Wort [1:47:51]. Er sieht im Verhalten der Skeptiker, angeblich nicht mit der Gegenseite diskutieren zu wollen, eine "krankhafte Entartung der Wissenschaft". Drunter ging es wohl nicht. ;-) - Ich entdecke ja auch regelmäßig Kritikwürdiges bei Leuten, die sich im weitesten Sinne als "Skeptiker" sehen, aber so eine Titulierung und pauschale Verallgemeinerung scheint mir doch weit überzogen!

Ein schon ähnlich begangener Fehler von Fiedler wird wiederholt: Weil der Brights-Blog 3500 mal die GWUP verlinken würde, spräche dies für "Massen an gemeinsame Themen" [1:46:20]. Gemeinsame Themen gibt es sicherlich, nur sind diese 3500 Verlinkungen/Erwähnungen wenig geeignet, dies zu belegen. Denn diese haben keinen konkreten inhaltlichen Artikel-Zusammenhang als Ursache, sondern sie existieren schlicht, weil die GWUP im Brights-Blog-Blogroll aufgeführt ist, welcher sich auf jeder Seite des Blogs findet. Hier nur ein Ausschnitt:

Ausschnitt vom Blogroll des Brights-Blog

Das Netzwerk [2:00:11]

Der ganze Film hat seinen Höhepunkt an der Stelle, an dem das von Fiedler ermittelte Netzwerk der Meinungsmacht, das Netzwerk, das bestimmt, was gesagt werden darf und was nicht, präsentiert wird! Schaut Euch diese Passage im Video unbedingt mal an. Wirklich schön inszeniert mit dramatischer Musik!

Die Weltherrschaft der Skeptiker
Die Weltherrschft der Skeptiker! Quelle: "Zensur" von Markus Fiedler


Fazit

Fiedler, Dein Film ist echt ein Meisterwerk! Ich lachte HART! 

Kommentare:

  1. Weil ich es lang nicht mehr gesagt habe: ERSTER!

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    1. Also ich hätte erster sein können, wenn ich erster gewesen wäre.
      Aber ich fühle mich meiner Aufgabe gegenüber den "Alternativen Fakten" verpflichtet.

      Dete first!
      Natürlich bin ich der erste! Die Medien machen aus mir den zweiten. So sad!

      http://ndrrhnr.blogspot.de/2017/03/psiram-ruhrbarone-und-gwup-enttarnt.html
      sind Fakenews!

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    2. Ja Dete Trump ;-)
      Tröste Dich, den Wilki hat langfristig noch nie jemand geschlagen!

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  2. Heute gab es wieder rekordverdächtige Zugriffszahlen.
    Das ist also das "Geheimnis": Einfach gute Artikel schreiben ;-)

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    1. Vorausgesetzt die jeweiligen technischen Angaben zu den Zugriffszahlen sind zutreffend, dann ließe sich durch einen Vergleich auch die Anzahl an Lesern ermitteln die tiefer in die Matierie eindringen. Also jener Leseranteil welcher zumindest intensiver darum bemüht ist Inhalte zu erfassen. Möglich wäre so etwas beispielsweise mittels eines Blogs welcher in keinster Weise beworben und nur in seltenen Ausnahmen verlinkt wird, bei welchem dann die jeweils aktuellen Zugriffszahlen einen entsprechenden Aufschluss geben. Mit der Werbung für einen Blog kann es sich nämlich verhalten wie mit einem Foto: Beides kann man im Sommer machen und beides in der Schubalde liegen lassen.
      https://3.bp.blogspot.com/-CWqgOcohgrM/V8JSqQiyPuI/AAAAAAAABSs/CrMDKJd7HO8e-zWiPNjhL73s3vFi47lJACLcB/s400/BartoSSL.jpg
      http://www.agenturwitt.de/images/referenzen/fuerstenberg/fasnet_2017/fuerstenberg_2017_fasnet_02.jpg
      http://fs5.directupload.net/images/170307/a9ab7lpe.jpg
      ;-)

      Ich lachte HART!

      Es gibt auf Youtube ein Video mit dem Titel 23 Arten zu Lachen, hartes Lachen war glaube ich nicht dabei. Gehe ich recht der Annahme dass es sich bei Deinem um eine sehr individuelle Art des Lachens handelt?

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    2. "Es gibt auf Youtube ein Video mit dem Titel 23 Arten zu Lachen, hartes Lachen war glaube ich nicht dabei. Gehe ich recht der Annahme dass es sich bei Deinem um eine sehr individuelle Art des Lachens handelt?"

      Mach Dir nicht so viele (unnötige) Gedanken! Hart, heftig, laut... Such Dir was aus!

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    3. Bist Du das auf dem Bild?

      Also, dass Barto das Shirt nur aufgelegt und nicht angezogen hat, sehe ich im Nachhinein optisch als eher suboptimal an und nicht zur Nachahmung empfohlen :-)

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    4. Ja das auf dem Bild ist mein biologisches Gefährt, war hier im Blog aber auch zuvor schon zu sehen.

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  3. Fürstbischof Knut-Hubert11. März 2017 um 02:29

    Das dem Film entnommene Schaubild zur Weltherrschaft der Skeptiker sieht aus, als könnte jeden Augenblick Pac-Man auftauchen, um gegen Tron zu kämpfen.

    Und selbst das könnten die Urheber sicherlich irgendwie in ihre Verschwörungstheorien einbauen.

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    1. @Fürstbischof Knut-Hubert
      Gute Idee. Wir sollten mal mit dem Fiedler reden. Der sammelt ja schon Spenden für einen dritten Film ;-)

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  4. Ich möchte Euch diese gelungene knappe Zusammenfassung des Films nicht vorenthalten:

    "70[er] Jahre UFO Film Musik während ein Typ mit nem Tablet an verschiedenen Orten rumhockt, während ein ganz aufgeregter Sprecher einen totalen Schwachsinn erzählt ^^"

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  5. Hier wird nochmal schön die "beherrschende Stellung" der Skeptiker im Internet erklärt:
    https://www.youtube.com/watch?v=9mSgFVxj1eY

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    1. Noch einer, der Fiedlers Film gesehen hat und jetzt meint, den Durchblick zu haben:
      https://www.youtube.com/watch?v=L12eqyx36nQ

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    2. https://www.psiram.com/ge/index.php/Max_Otto_Bruker

      Ich habe übrigens mal an einem einwöchigen Seminar von M.O. Bruker teilgenommen, nachdem ich mich in Theorie und Praxis mit seiner Literatur befasst hatte. Er war zu dem Zeitpunkt achzig Jahre alt und von dem ihm angedichteten Spitznahmen habe ich nirgends etwas vernehmen können und auch nichts was darauf hätte hindeuten können. Erfahren habe ich jedoch dass es damals personelle Überschneidungen zwischen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung und einem Wirtschaftsverband gab und letzterer ihm den Aufkleber "Zucker macht Zahnlos" verbieten lassen wollte.

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    3. Das hat jetzt aber nix mit dem Film zu tun...

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    4. http://www.lahnhoehe-psychosomatik.de/konzept/entwicklung
      Dr. Brukers Therapiekonzept hatte sich in der Praxis bewährt und das war damals offenbar so manchen ein Dorn im Auge.
      Was das mit dem Film zu tun haben könnte erschließt sich wenn man die Schwerpunktsetzung des Psiram-Artikels bedenkt und gegen welche Medizin die GWUP angeht. Das hat jetzt aber nix mit Wikipedia zu tun.

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  6. Antworten
    1. Man müsste man hier wohl besser sagen:
      Er Interviewt Imp den Übermenschen...

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  7. Antworten
    1. "Am Ende des 1. Weltkrieges nutzen nationalistische Strömungen die Propagandalüge über einen Verrat durch das deutsche Volk, um die Niederlage Deutschlands zu erklären.

      Wir gehen dieser Lüge auf den Grund.

      Dabei beschäftigt uns auch die Frage, welche Rolle Adolf Hitler spielte und wir streifen den Aufstieg des dritten Reiches und das Ende der Weimarer Republik.

      Die Episode soll zeigen, wie hochaktuell Ereignisse aus der Geschichte sein können."

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    2. Fürstbischof Knut-Hubert15. März 2017 um 17:08

      Am Ende des 1. Weltkrieges nutzen nationalistische Strömungen die Propagandalüge über einen Verrat durch das deutsche Volk, um die Niederlage Deutschlands zu erklären.

      Das ist nicht ganz korrekt dargestellt. Zwar behaupteten die Dolchstoß-Propagandisten, die "Heimat" sei der "Front", dem angeblich "im Felde unbesiegten Heer" in den Rücken gefallen - aber mit dieser "Heimat" meinten sie (zumeist) nicht die deutsche Zivilbevölkerung in ihrer Gesamtheit, sondern vielmehr die parlamentarische Regierung. Die militärische Führung des Deutschen Reiches hatte ja, als sich die baldige Niederlage abzeichnete, durch eine rechtzeitig initiierte Verfassungsreform dafür gesorgt, dass nicht sie, sondern die von ihnen verachteten Demokraten als Verantwortliche für den absehbaren harten Friedensschluss dastehen würden. Das "Volk" würde demnach selbst zu den Verratenen gehören - verraten durch seine eigenen Vertreter, denen es irregeleitet sein Vertrauen geschenkt hatte.

      Diese Intrige wirkt möglicherweise bis heute nach. Andere Nationen haben sich die Demokratie erstritten. Die Deutschen bekamen sie erstmals als vergiftetes Danaergeschenk von einer militärischen Führung, die sich damit nur einen Sündenbock schaffen wollte. Kaum jemand kennt diese Hintergründe noch, aber wer weiß, ob sie nicht indirekt noch immer die Wahrnehmung des parlamentarischen Systems beeinflussen? Umso mehr, da ja auch die zweite, bis heute bestehende deutsche Demokratie ursächlich nicht durch den politischen Gestaltungswillen der Deutschen entstand.

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    3. Na ja, die Sache mit den Oktoberreformen sind glaube ich eher wenig in der breiten Bevölkerung bekannt. Ich habe auch nicht den Eindruck, dass die Tatsache, dass die Alliierten uns zur Bildung eines parlamentarischen Systems angehalten haben, allgemein als Makel aufgefasst wird. Nur bei unseren Reichsbürgern, die halt unbedingt vermeintliche Fehler im System finden wollen, kommen immer wieder mit dem Thema.

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    4. Fürstbischof Knut-Hubert15. März 2017 um 20:04

      Ich wollte auch gar nicht darauf hinaus, dass es ein aktives Wissen um diese Dinge gibt, das im Denken eine Rolle spielt. Ich vermute vielmehr, dass es eine Art Kollektivbewusstsein gibt (ich benutze diesen Begriff in Ermangelung eines besseren, weniger obskuren). Die beiden deutschen Demokratien - die von 1919 und die von 1949 - wurden aus katastrophalen Niederlagen heraus geboren. Der ersten wurde selbst von vielen ihrer Anhänger vorgehalten, sie habe einen ruinösen Schmachfrieden zu verantworten und sich anschließend zur Erfüllungsgehilfin der Sieger machen lassen. Die zweite wurde von Siegermächten verordnet und - anfangs - auf Widerruf, mit Vorbehalten und umfangreichen Interventionsmöglichkeiten genehmigt. Solche Umstände hinterlassen ihre Spuren im Denken noch für lange Zeit, ganz abseits des konkreten Detailwissens.

      Die demokratische Tradition in Deutschland ist ganz anders als in sämtlichen übrigen Nationen Westeuropas. Und das prägt einfach den Umgang mit der Sache. In welchem Maße - nun, das dürfte sich nur schwer, wenn überhaupt, feststellen lassen.

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