Samstag, 24. August 2019

Beamtendumm hat sich selbst ausgetrickst und seinen Blog für immer verloren

Der Beamtendumm-Blog wurde am 22.8.2019 endgültig gelöscht. Er wird nach Aussage von Wordpress definitiv nicht wieder hergestellt!



In seiner grenzenlosen Langeweile wollte Beamtendumm vor einigen Tagen einen weiteren Wordpress-Blog anmelden, welcher Sonderzeichen im Namen enthielt ("http://rat——-.wordpress.com"). Gott weiß, was da wieder in seinem Kopf vorgegangen ist.

Dies wurde automatisch abgelehnt, wohl wegen der vermutlich nicht erlaubten Sonderzeichen. Wenn er trotzdem den Blog anmelden wolle, sagte man ihm, müsse er sich an den Wordpress-Service wenden. Dies tat Beamtendumm auch und erhielt folgende Antwort (Hervorhebungen von mir):


Aug 22, 13:21 UTC
Reported: http://rat——-.wordpress.com
Upon review of your WordPress.com site we have determined that your content does not align with our Terms of Service or User Guidelines. As stated in our Terms, we may choose to stop providing service to an account at any time, for any reason, or none at all.
As such, your site has been suspended and will not be returned.
If you wish to continue to use WordPress for your site, you might consider a self-hosted WordPress installation. You can follow the guide located here to successfully transfer your content to a more suitable WordPress host.

Gleichzeitig wurden ALLE seine Blogs bei Wordpress gelöscht. Also nicht nur "beamtendumm.wordpress.com", sondern z.B. auch "sosehensiegeraus.wordpress.com" oder "derscheiterhaufen.wordpress.com". Er selber kann sich das nicht erklären, da die Email von Wordpress sich nur auf den Blog "rat——-.wordpress.com" bezieht, der ja noch gar keinen Inhalt hatte, da er nicht angemeldet werden konnte.

Was ist passiert? Hier meine Theorie:

Dadurch, dass Beamtendumm sich an den Service wendete, hat sich erstmals ein Mensch bei Wordpress seinen Account angesehen und nicht nur ein Algorithmus. Dieser Mensch hat dann auch die Beschwerden zu seinem Beamtendumm-Blog gesehen, die Leute wie drxds, Panthotheus, EMZ und meine Wenigkeit schon vor Jahren an Wordpress gesendet haben.

Und da sich schon einige Beschwerden von unterschiedlichen Leuten angesammelt hatten, hat man bei Wordpress kurzen Prozess gemacht.

BTW: Ich wollte noch ein Foto von Bernd Schreiber einfügen, aber außerhalb seiner eigenen Blogs konnte ich kaum was finden. Außerhalb seiner eigenen Blogs hatte er offensichtlich keinerlei Bedeutung. Dem entsprechend schwer muss der Verlust dieser Blogs für Bernd Schreiber wiegen...

Artikel zum Thema:

Freitag, 5. Juli 2019

KRR-FAQ - Abschiedsworte von Frank Schmidt

Eine der ältesten und renommiertesten Webseiten zu Reichsbürgern, die gute alte KRR-FAQ, ist seit einigen Wochen offline. Hier der Mirror von "Archive.org":



Im Folgenden die Abschiedsworte vom ehemaligen Betreiber der KKR-FAQ, Frank Schmidt:


Als ich im Jahr 2001 auf der Suche nach Wegen war, als Student von der GEZ befreit zu werden, war ich das erste Mal auf die Reichsbürger gestoßen. Ich hätte nie gedacht, dass ich mich so lange mit dieser Thematik befasse. Mit der "KRR-FAQ" stellte ich eine Informationsseite ins Netz, auf der erstmals alles, was es über die Reichsideologen zu wissen gab, gesammelt und die "Argumente" detailliert auseinander genommen wurden. Sie war einige Jahre tatsächlich die erste Anlaufstelle, wenn man sich auf die Suche nach Informationen zu dem Thema begab.

Immer wieder gab es Drohungen, mehr oder weniger subtil, aus der Reichsbürgerszene. Aber es gab auch - wenn auch deutlich seltener - positives Feedback verschiedenster Art. Die "KRR-FAQ" fand sogar Eingang in einige wissenschaftliche Arbeiten; sogar Gerichte verwiesen auf sie oder den kurzen Artikel zum Thema bei IDGR. So kam meine Arbeit sogar zu einer Erwähnung in der NJW, etwas, das ich als normaler Jurist wohl nie schaffen werde. :-)

Ein Thema, dass mir allerdings all die Jahre große Sorgen bereitete, war das fehlende konsequente Durchgreifen unserer Behörden, der Justiz sowie der Verantwortlichen in der Politik.

Die Verantwortlichen ließen die Reichsbürger viel zu lange gewähren, machten sich aus ihrem Elfenbeinturm heraus lustig. Klar, es gab und gibt noch immer einige Reichsideologen, über die man einfach nur lachen möchte. Aber was ich, soweit ich mich erinnere, bereits recht früh immer wieder gesagt habe: Wer sich der Reichsideologie bedient, der zeigt, dass er den demokratisch verfassten Rechtsstaat ablehnt. Da gibt es kein Vertun.

Auf solche "Phänomene" hätte man viel früher, viel konsequenter mit den Mitteln, die uns der Rechtsstaat zur Verfügung stellt, reagieren müssen. Das wäre damals zwar bereits zeitraubend gewesen, aber die Anzahl der Fälle war noch immer überschaubar. Inzwischen ist es hierfür meines Erachtens zu spät.

Wer mir leid tut, sind die Sachbearbeiter in den Behörden, die Gerichtsvollzieher/innen, Polizistinnen und Polizisten, die Justizwachtmeister/innen usw., die sich jeden Tag in der ein oder anderen Form mit den Reichsbürgern befassen müssen, psychisch und physisch angegangen werden und sogar ihr Leben riskieren. Ich hatte im Laufe der Jahre mit einigen Kontakt und weiß, wie allein gelassen sich manche/r trotz diverser Handlungsleitfäden fühlt.

So wuchs mit den Jahren die Anzahl der Reichsregierungen und Reichsideologen, nachzulesen in so ziemlich jedem Verfassungsschutzbericht seit mindestens 10 Jahren.

Doch auch die "KRR-FAQ" bekam glücklicherweise etliche Mitstreiter, selbst wenn ich mich manchmal über ziemlich dreiste Kopierer ärgern musste.

Meine Studenten- und Referendarszeit ist nun schon ein paar Jahre her, das Berufsleben holte mich ein, ein eigenes Familienleben kam hinzu.

Kurz: es gab plötzlich andere und wichtigere Dinge in meinem Leben.

Zwar habe ich beruflich noch ab und an Berührungspunkte mit den Reichsbürgern, doch meine Freizeit fülle ich inzwischen sehr gut mit der Gesellschaft angenehmerer Personen aus.

Die "KRR-FAQ" blieb noch eine Weile als Informationsquelle bestehen. Doch ich konnte nicht mehr sagen, wie brauchbar die Informationen noch waren, insbesondere die im "Register" der FAQ, wie viel sich in den letzten drei, vier Jahren entwickelt hat, da ich die Szene nicht mehr aktiv verfolgte. Nach nunmehr 18 Jahren der Auseinandersetzung mit den Reichsbürgern habe ich mich vor einigen Monaten entschieden, die "KRR-FAQ" dicht zu machen.

Rückblickend war die Zeit sehr lehrreich, wobei ich nicht nur das meine, was ich für mein Studium, das Referendariat und den Beruf gelernt habe. Ich konnte zudem auch einige sehr gute private Bekanntschaften knüpfen.

Am Ende überwiegt bei mir allerdings der Frust. Sicher ist es falsch, bei so einer Sache eine Art Kosten-Nutzen-Rechnung aufzumachen. Wenn ich aber überlege, wie viel Zeit, Mühe, Nerven und ja, auch Geld ich letztlich für die "KRR-FAQ" investiert habe und dann auf der anderen Seite sehe, wie wenig das alles am Ende bewirkt hat, kann ich verstehen, warum sich immer weniger Menschen für etwas engagieren wollen. Ich habe jedenfalls für mich beschlossen, dass ich es nicht mehr möchte.

Als alter Mann ist es jetzt an der Zeit, in Rente zu gehen. :-)

Vor denjenigen, die sich trotz aller widriger Umstände, Drohungen, fehlender Unterstützung usw. auch weiterhin der Information und Aufklärung über die verschiedensten Reichsideologen widmen, ihre Freizeit, ihr Geld und vieles andere opfern, habe ich weiterhin großen Respekt und möchte allen viel Erfolg wünschen.

Viele Grüße,

Frank Schmidt

Freitag, 18. Januar 2019

"Lösch Dich"-Doku von Rayk Anders - Antwort vom SWR zum Anrufen des Rundfunkrates

Da ich von der Email vom Programmgeschäftsführer von funk mehr als enttäuscht war, habe ich den SWR-Rundfunkrat angerufen. Am 20.12.2018 habe ich Antwort darauf bekommen.





vielen Dank für Ihr erneutes Schreiben vom 08.12.2018.

In Ihrem Schreiben nehmen Sie noch einmal Bezug auf die Kritik, die Sie zu der im Auftrag von funk produzierten Dokumentation „Lösch dich – So organisiert ist der Hass im Netz“ bereits am 19.06.2018 eingereicht hatten. Florian Hager, Programmgeschäftsführer von funk, hatte Ihnen am 27.06.2018 auch eine entsprechende Antwort geschrieben. So wie im Übrigen jeder der eingegangenen Briefe persönlich beantwortet wurde. Darin hat Ihnen Herr Hager auch die journalistische Praxis ausführlich erläutert und ist auf Ihre Kritikpunkte eingegangen.

In Ihrem aktuellen Schreiben bestehen Sie auf eine erneute Befassung dieses Themas im Rundfunkrat. Im Programmausschuss Kultur am 14.06.2018 haben wir uns aber bereits sehr ausführlich und zeitintensiv mit „Lösch dich“ und den vielen einzelnen Reaktionen und unterschiedlichen Kritikpunkten wie den Ihrigen befasst.

Es ist richtig, dass wir uns damals aufgrund der Fülle der eingegangenen Briefe dazu entschlossen haben, uns im Programmausschuss auf die wesentlichen Punkte daraus zu konzentrieren. Das haben wir aber getan, um so die nötige Zeit und Sorgfalt für eine echte Auseinandersetzung zu schaffen. Ihren Vorwurf also, dass wir alle Beschwerdebriefe pauschal nur als „Stimmungsmache“ abgestempelt hätten, können wir daher so nicht teilen.

Mit freundlichen Grüßen

Gerold Hug
Programmdirektor
Kultur, Wissen, Junge Formate

SWR
Südwestrundfunk
Hans-Bredow-Straße
76530 Baden-Baden

Das Protokoll vom "Programmausschuss Kultur" vom 14.06.2018 findet sich innerhalb des Protokolls vom Rundfunkrat vom 15.06.2018.