Donnerstag, 19. März 2015

Quer-Denken-Kongress 2015 - Es geschieht viel im Hintergrund

Wir erinnern uns: Herrn Hornbacher wurde diesmal in kurzem Prozess Hausverbot erteilt, danach wurden seine Emails ignoriert. 

Und so wie es jetzt aussieht, hat er "im Hintergrund" einen Mittelsmann bzw. genauer eine "Mittelsfrau" beauftragt, die Eintrittskarten für seine Gruppe zu kaufenSein Plan war offenbar, die direkt an der Bühne liegenden VIP-Plätze als geschlossenen Block zu erwerben. 

Er hat mir freundlicher Weise den entsprechenden Schriftverkehr mit dem Veranstalter des Kongresses weiter geleitet. Im Folgenden die Mails von Hornbachers [Mittelsfrau] in blau und die vom Quer-Denken-Kongress [Veranstalter] in rot.



Sehr geehrte Damen und Herren,

wir würden für unsere Organisation gerne die 140 VIP-Plätze auf dem Quer-Denken Kongreß 2015 buchen.


Stehen noch alle zur Verfügung?


Welche Besonderheiten haben die VIP-Eintrittskarten noch, außer dass diese direkt an der Bühne sind?


Mit freundlichen Grüßen,


[Mittelsfrau]

Officer Special Operations ESCG
2nd Ltnd. 3rd Avn, Mobile Unit

Sehr geehte Frau [Mittelsfrau],

leider sind nicht mehr alle 140 VIP Tickets verfügbar.


Sollten Sie Interesse an den Verbliebenen haben, so geben Sie uns bitte Ihre komletten Kontaktdaten und wir unterbreiten Ihnen ein entsprechendes Angebot.


Bitte bedenken Sie, dass bis zur vollständigen Abwicklung incl. Bezahlung Ihres Auftrages, der Verkauf ohne Einschränkung weiter läuft und sich die Anzahl der verfügbaren Tickets dadurch immer weiter reduziert.


Mit freundlichen Grüßen

[Veranstalter]

Sehr geehrter Herr [Veranstalter],

die bisher verkauften VIP-Karten dürften sowieso von einzelnen unserer Mitarbeiten sein.

Da es jetzt um das Haupt-Kontingent geht, wollen wir natürlich nicht über 100 Mal das Bestell-Formular ausfüllen, zumal auf unserer Seite die Liste der Teilnehmer noch nicht zusammen gestellt wurde. Natürlich möchten wir auch den bei dieser Größenordnung sicher beachtlichen Mengenrabatt nutzen.

Bitte stoppen Sie schon einmal den Verkauf der VIP-Karten, von unserer Seite habe ich auch den Kauf von Einzelkarten untersagt.

Hochachtungsvoll,
[Mittelsfrau]

Meine Kontaktdaten:
[Mittelsfrau]
Mainzer Landstraße 176
60327 Frankfurt am Main

Liebe Frau [Mittelsfrau],
aufgrund ihrer doch eher dürftigen Angaben zu ihrem Anliegen, haben wir versucht ihre Telefonnummer herauszufinden. Leider liegen keine Einträge auf diesen Namen Bundesweit vor.

Für den Fall das sie bereit sind die Bestellung der Tickets Serios abwickeln zu wollen rufen sie uns bitte unter: 06063-xxxxxxx an und wenden sich an Herrn [Veranstalter].
Sollte ihnen dies nicht möglich sein, sehen sie bitte von weiteren Anfragen in diesem Zusammenhang ab.

Mit freundlichen Grüßen,
[Veranstalter]

Sehr geehrter Herr [Veranstalter],

ich hatte mit einem Herren "[Veranstalter]" geredet. Ist da vielleicht etwas durcheinander gekommen?

Sollte sich das doch auf mich beziehen: Sie haben also nach meinem Namen im Telefonbuch gesucht? Finde ich etwas seltsam...
Ihnen ist schon bekannt, dass sich heute viele Leute nicht mehr im Telefonbuch registrieren lassen? Das ist schon so seit dem Aufkommen der privaten Telefonanbieter vor über 20 Jahren!

Herr [Veranstalter] hatte zugesagt, mir ein Angebot zukommen zu lassen. Wollen Sie das jetzt telefonisch machen? Finde ich eher ungewöhnlich, ehrlich gesagt.

Ich muss ja was schriftliches in der Hand haben, bevor ich den Betrag überweisen darf.

Mit freundlichen Grüßen,
[Mittelsfrau]

Liebe Frau [Mittelsfrau],
leider werden wir immer wieder Opfer von sog. Störfronten und sind deshalb immer dann besonders vorsichtig wenn wir ungewöhnliche Bestellungen erhalten. Die Größenordnung ihrer beabsichtigten Bestellung ist ungewöhnlich.

Sie beschrieben das vereinzelt von ihren Mitarbeitern schon Tickets gebucht wurden. Wenn sie Mitarbeiter haben impliziert dies, dass sie ein Unternehmen bzw. eine Organisation haben. Daher dürfte ein solches Unternehmen nicht nur einen Ansprechpartner, sondern auch eine Firmenbezeichnung sowie einen Telefonanschluss besitzen.

Es geziemt sich im Geschäftsleben das man über eine nachvollziehbare Signatur mit allen Informationen verfügt.

Da eine solch große Ticketbestellung eine Vorbereitungszeit braucht ist es sicher nachzuvollziehen das wir auch die Daten der einzelnen Teilnehmer brauchen. Jeder Teilnehmer erhält ein Ticket das über einen speziellen scanbares Barcode verfügt, demzufolge muss jede Buchung einzeln durchgeführt werden.

Ab einer Bestellmenge von 100 Tickets können wir ihnen einen zehnprozentigen Rabatt gewähren.

Bitte haben sie dafür Verständnis das wir ab nun genaue Angaben von ihnen nebst einer Kontaktmöglichkeit brauchen.
Sollte sie uns diese Angaben nicht zur Verfügung stellen können, sehen sie bitte von weiteren Schreiben ab, wir werden diese auch nicht mehr beantworten.

Mit freundlichen Grüßen,
[Veranstalter]

Sehr geehrter Herr [Veranstalter],

den Begriff "Störfronten" habe ich noch niemals gehört. Sehr originell. Ist das eine Wortschöpfung von Ihnen?

Ich kann Ihnen versichern, dass eine Telefonnummer Ihnen da nicht mehr Sicherheit oder Identifizierbarkeit bietet wie eine Email-Adresse. Beides ist in etwa gleich einfach zu organisieren. Glauben Sie mir, ich habe mit solchen Sachen regelmäßig professionell zu tun.

Keine Sorge: Wenn wir uns handelseinig werden, bekommen Sie Ihr Geld. Ich zahle vorab, kein Risiko für Sie!

Sie haben richtig erkannt, dass ich Mitarbeiterin in einer Organisation bin. Wie Sie dann aber dazu kommen, im Telefonbuch unter "[Mittelsfrau]" zu suchen, erschließt sich mir gerade darum nicht. Wenn beispielsweise "Karl Müller" bei Mercedes-Benz arbeitet, werden Sie seine Büro-Telefonnummer dort nicht im Telefonbuch unter "Karl Müller" finden. Wir verstehen uns!

Allerdings kaufe ich die Eintrittskarten als Privatperson, daher keine Firmenbezeichnung. Meine Telefon-Nummer lautet "0049.69.97358-xxx". Damit habe ich all Ihre Fragen beantwortet!

Nachdem dies aus der Welt geschafft wurde, lassen Sie uns das Geschäftliche klären: 10% bei über 100 Karten ist nicht besonders viel, vor allem, wenn die von uns erhoffte vereinfachte Bestellung von Blanko-Eintrittskarten nicht möglich ist und dennoch alle Namen von uns eingegeben werden müssen. Wie groß ist denn Ihre Gewinnspanne? Wäre ein Rabatt von 40% möglich?

Ich sehe Ihrer positiven Antwort entgegen.

Herzlichst,
[Mittelsfrau]

Freundliche Erinnerung!

Denken Sie an mein Angebot?

Hallo Herr [Veranstalter]!

Mein Auftraggeber Herr Hornberger hat mich telefonisch gebeten, ihnen wörtlich mitzuteilen:

"Verkaufen Sie der Dame die Eintrittskarten. Ansonsten werden wir halt einzelne Tickets kaufen uns Sie haben keinen Schimmer, wo wir sitzen. Ist für Sie von Nachteil!"

Ich hoffe, ich konnte Ihnen damit weiterhelfen.

Mit freundlichen Grüßen,
[Mittelsfrau]

Sehr geehrte Frau [Mittelsfrau],

bitte bestellen Sie ihre Tickets zu den Shopkonditionen einzeln. Ein Kontingent der VIP Tickets können wir Ihnen leider ncht einräumen.

Mit freundlichen Grüßen

[Veranstalter]

Sehr geehrter Herr [Veranstalter],

Herr [Veranstalter] hatte mir bereits einen zehnprozentigen Rabatt gewährt.

Mit freundlichen Grüßen,
[Mittelsfrau]

Sehr geehrte Frau [Mittelsfrau],

den 10%igen Rabatt können Sie gerne bekommen. Aber nur auf normale Gesamttickets. Die VIP-Tickets bleiben im Einzelverkauf und werden nicht im Paket verkauft.

Sollten Sie Interesse an einem Paket von normalen Tickets haben, so teilen Sie mir bitte die Anzahl der benötigten Tickets mit.

Ich werde Ihnen dann eine Vorabrechnung zukommen lassen.

Mit freundlichen Grüßen
[Veranstalter]

Sehr geehrter Herr [Veranstalter],

was ist mit den Daten der einzelnen Teilnehmer?

Mit freundlichen Grüßen,
[Mittelsfrau]

Sehr geehrte Frau [Mittelsfrau],

da die Tickets auf den jeweiligen Teilnehmer ausgeschrieben werden, brauchen wir natürlich jeden einzelnen Namen.

Mit freundlichen Grüßen
[Veranstalter]

Sehr geehrter Herr [Veranstalter],

diese Daten müssen erst zusammen gestellt werden, das kann noch ein Weilchen dauern.

Bis dahin können wir vielleicht schon einmal die Währung klären.

Wir würden die Rechnung dann gerne auf Gold-Grammys oder Minutos ausgestellt haben.

Mit freundlichen Grüßen,
[Mittelsfrau]

Sehr geehrter Herr [Veranstalter],

sicher sind Sie bisher noch nicht dazu gekommen, meine Email zu beantworten.


im Sinne einer zügigen Bearbeitung bitte ich um ein Zwischen-Feedback.


Wann kann ich mit einer Antwort rechnen?


Mit freundlichen Grüßen,

[Mittelsfrau]

Sehr geehrter Herr [Veranstalter],

machen Sie Urlaub oder warum bekomme ich keinen Feedback von Ihnen? Der Service wirkt auf mich noch recht unprofessionell! Haben Sie Ihren Job letzte Woche erst angefangen?


Des Weiteren habe ich eine neu telefonische Nachricht von Herrn Hornberger an Herrn [Veranstalter], die ich Ihnen wörtlich weiter geben soll. Zitat:


"Dachte ich mir doch, dass Ihr die Alternativwährungen, die Euer Guru Vogt anpreist und verramscht, selber nicht haben wollt. Wollte ich nur mal testen. Wir haben uns schon längst entschieden, für die lausigen 10% Rabatt nicht unsere Teilnehmerliste Preis zu geben und werden die Leute nach und nach selber ihre Eintrittskarten kaufen lassen, wie dies auch bereits geschieht. Wir sehen uns im Oktober."


Mit freundlichen Grüßen,

[Mittelsfrau]

Nachtrag

Anscheinend hat Hornbacher auch ohne Mengenkontingent zugeschlagen, denn hier findet man bezüglich der von ihm begehrten VIP-Tickets: "Tickets are sold out."

Kommentare:

  1. Der Veranstalter heißt laut Impressum: Veranstalter:

    Medical Systems Enginiering LTD
    Shane Regan
    36 Old Jewry
    Becket House
    London
    EC2R8DD

    Aber warum nutzen die eine andere Emailadresse? also ..engineering.com Gibt es da vielleicht zwei Veranstalter?

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    1. Hat er vielleicht Probleme mit der englischen Sprache ;-)
      "Enginiering" gibt es meines Wissens nicht im Englischen.

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    2. Medical Systems Enginiering LTD ist eine Firma Bullshitprodukte vertreibt.

      Die MSE ist ein Unternehmen in dem Bereich der Entwicklung von elektromagnetischen und magnetfeldtherapeutischen sowie ganzheitlichen Bioresonanzgeräten.

      Medical Systems Engineering Ltd.

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  2. Am Donnerstag war ja jetzt die Versteigerung von Putzhammers Haus:
    https://staseve.wordpress.com/2015/03/17/prozesbeobachter-fur-peter-putzhammer-gesucht-am-19-03-2015-in-landshut-beim-amtsgericht-landshut/

    Gibt's davon irgendwelche Informationen?

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    1. Der Reichspizzabote putzt und hämmert :21. März 2015 um 20:59

      Laut Facebook Diskussion soll es sich um diese nette Hütte handeln:

      http://www.hanmark.de/wertgutachten-25700.html

      Also: Gute Lage, ca. 1974...
      ...


      Vom Grunde her nicht unattraktiv, die Lage ist wirklich gut. Das rechtfertigt auch den zehnfachen Preis gegenüber der KRD-Gammelbude http://versteigerungspool.de/immobilie/zwangsversteigerung-mehrfamilienhaus.187425 (auch wenn diese laut @Wittenberger in Ib-Lage befindlich sein soll. Wobei die jeweilige Lage-Einordnung immer Definitionssache ist).

      Allerdings muß der Zustand der Putzi-Butze sehr kritisch gewürdigt werden. Mit dem 10%igen Abschlag für den Renovierungsstau -peinlich für Putzibär, daß überhaupt einer festgestellt wurde- ist die Hütte unter keinen Umständen zu sanieren. Mit kümmerlichen 38.000 Schleifen geht das nicht. Dafür kriegt man die vorgenannte Trümmerbude in der schönsten Kleinstadt der Welt, aber hier reicht das allenfalls zu Bädersanierung. Nicht nur, daß absolut alle Bauteile original, also 40 Jahre alt sind (Dach, Fenster, Bäder, Gas-, Wasser-, Schei*ße-Installationen, Böden), die Bude ist auch vergammelt und übel feucht. Schaut Euch die Fotos 4, 7 und vor allem 8 an. Allein das fachgerechte Trockenlegen ist mit mindestens 10.000 EUR anzusetzen. Da ist der neue Außenputz nicht mit drin. Vom Dach gibt es keine Detail- und Innenaufnahmen, aber da für konventionelle Ziegeldächer eine übliche Lebensdauer von 40 Jahren angesetzt wird, sollte auch hier mit Kosten zu rechnen sein - und bauartbedingt ist die Dachfläche hier sehr groß...

      Mehr unter:

      http://forum.sonnenstaatland.com/index.php?topic=526.msg42715;topicseen#msg42715

      MfG M.

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  3. Der Essigpanscher sagt:21. März 2015 um 21:24

    Putzhammer sind doch nach eigenen Angaben in den letzten Jahren sieben (!) Wohnungen bereits zwangsversteigert worden.
    Da sitzen doch seitdem gemütlich und völlig ungestört die neuen Eigentümer drin und erfreuen sich ihres Lebens. Oder etwa nicht?

    Wieso soll es denn diesmal anders laufen?
    Diese "tollen" Argumenten haben doch offensichtlich, für jeden erkennbar, bisher überhaupt nichts ausrichten können.

    Er hat nicht eine einzige verlorene Wohnung auf diese Weise zurück bekommen.
    Ist das nicht ein kleiner Schönheitsfehler an dieser Geschichte?
    Dass es nicht funktioniert???
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    Stefan G. Weinmann18. März 2015 um 15:04

    Er hätte sich dem "Musterprozess" anschliessen sollen....

    http://templerhofiben.blogspot.de/2015/03/ra-peter-putzhammer-versteigerung-des.html


    Im Süden nichts neues M.

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    1. Fürstbischof Knut-Hubert21. März 2015 um 22:08

      Unsere speziellen Freunde pflegen halt jegliche Erfahrungen, die sie nicht in ihren bereits vorhandenen Auffassungen bestätigen oder ihnen gar widersprechen, konsequent auszublenden. Bestenfalls wird das mehrmalige Zerschellen des aus alten Eisstielen und Bindfaden selbstgezimmerten Schiffchens an den Klippen der Realität zum Anlass genommen, in kühner Umdeutung daraus einen Beweis für die niederträchtige Boshaftigkeit der selbstverständlich illegal im Meer platzierten Klippen herbeizuinterpretieren, die man mit dem nächsten Boot, das nach exakt demselben Prinzip zusammengeflickt wird wie alle vorherigen, zweifellos zum Bersten bringen werde.

      Wer zu einem Menschenschlag gehört, der Fakten und Sachargumenten gegenüber immun ist, der lässt sich auch durch Erfahrungswerte nicht erschüttern. Realität ist etwas für Schlafschafe.

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